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BON BON

Verlegung & Untergrundanforderungen

Für Verlegebetriebe, Planer und Projektleiter

Die kurze Antwort

Velours-Bodenbelag braucht keine Unterlage. Er besitzt einen eigenen dichten, undurchlässigen Träger und wird mit Klebstoff direkt auf den Untergrund geklebt — das ausgeschriebene Material ist also der fertige Boden, darunter kommt nichts hinzu. Das ist der Unterschied zu Teppichboden als Bahnenware, der üblicherweise über einer separaten Polsterunterlage verlegt wird.

Was er braucht, ist ein Untergrund, der eben, trocken, tragfähig und sauber ist. Diese Vorbereitung — Spachteln, Feuchtemessung, eine eventuelle Feuchtigkeitssperre, Klebstoff und Arbeitszeit — gehört zum Leistungsumfang des Verlegers, wird vor Ort ausgeführt und liegt außerhalb eines FOB-Lieferpreises. Sie ist die mit Abstand häufigste Quelle unerwarteter Kosten bei einem importierten Bodenbelag, deshalb sagen wir es lieber hier als nach einer Bestellung.

Wie der Untergrund beschaffen sein muss

Die genauen Toleranzen geben die örtliche Praxis und Ihr Klebstofflieferant vor, und sie unterscheiden sich je nach Markt. Vier Bedingungen gelten überall:

Eben

So eben, dass sich keine Grate oder Vertiefungen durch einen dünnen, dichten Bodenbelag abzeichnen. Mit einer geeigneten Spachtelmasse ausgleichen — ein Velours-Bodenbelag kaschiert keinen schlechten Untergrund.

Trocken

Restfeuchte nach der in Ihrem Markt üblichen Methode gemessen und innerhalb des Grenzwerts des Klebstoffherstellers. Liegt sie darüber, ist eine Oberflächen-Feuchtigkeitssperre vorzusehen.

Tragfähig

Strukturell stabil, ohne Bewegung, ohne mürbe oder sich ablösende Oberflächenschicht.

Sauber

Frei von alten Klebstoffresten, Nachbehandlungsmitteln, Zementschlämme, Farbe, Öl und Staub — allem, was die Haftung des Klebstoffs verhindert.

Wann tatsächlich mehr als Klebstoff nötig ist

„Keine Unterlage erforderlich“ stimmt als Regelfall und führt als Absolutaussage in die Irre. Es gibt vier Situationen, in denen eine zusätzliche Schicht die richtige technische Entscheidung ist — und ein Planer sollte sie kennen, bevor er die Ausschreibung schreibt:

  • Ein Untergrund, der zu uneben zum Spachteln ist. Jenseits dessen, was eine Spachtelmasse ausgleichen kann, muss der Untergrund grundlegend saniert werden — ein dünner, dichter Bodenbelag zeichnet nach, was darunter liegt.
  • Restfeuchte über dem Grenzwert des Klebstoffs. Dann wird eine Oberflächen-Feuchtigkeitssperre vorgesehen, statt darauf zu hoffen, dass der Messwert noch fällt.
  • Sanierung über einem vorhandenen Bodenbelag. Wo das Entfernen des alten Belags nicht möglich ist, kann eine Entkopplungsschicht vorgesehen werden, damit der neue Boden nicht auf einem unzuverlässigen Untergrund verklebt wird.
  • Ein akustisches Ziel oberhalb dessen, was der Bodenbelag leistet. Unser Prüfwert — ΔLw 21 dB Trittschallminderung nach ISO 10140-1 / 717-2 (SGS) — ist der Beitrag des Bodenbelags, nicht der des gesamten Fußbodenaufbaus. Liegt das Projektziel höher, ist das eine Frage des Aufbaus für den Akustiker, keine Frage des Bodenbelags.

In jedem dieser Fälle ist die Schicht eine ingenieurtechnische Entscheidung für das jeweilige Projekt, festgelegt vom Verlegebetrieb oder Fachplaner anhand des tatsächlichen Gebäudes. Sie ist keine Standardschicht unter jeder Verlegung.

Klebstoff

Ein Haftklebstoff oder ein permanent abbindender Bodenbelagsklebstoff, der für textile Bodenbeläge mit undurchlässigem Träger geeignet ist — ausgewählt gemeinsam mit Ihrem örtlichen Lieferanten, passend zu Untergrund, Feuchtegehalt und erwarteter Beanspruchung. Wir liefern keinen Klebstoff. Zahnung, Ablüftzeit und Verbrauch hängen sämtlich von den Umgebungsbedingungen im Gebäude ab, deshalb wird er vor Ort spezifiziert und beschafft — ein Versand aus China würde mehr kosten und schlechter funktionieren als ein Produkt, das für Ihr Klima formuliert ist.

Verlegemuster

Vierteldrehung (Schachbrett)

Jede Fliese um 90° zur Nachbarfliese gedreht. Verzeiht leichte Farbtonunterschiede zwischen Chargen am besten — der übliche Standard für große Flächen.

Monolithisch (gleiche Richtung)

Alle Fliesen in derselben Richtung verlegt, für eine starke Richtungswirkung. Am anspruchsvollsten: jede Farbtonabweichung wird sichtbar.

Ziegel- / Quaderverband (Versatz)

Reihen um eine halbe Fliese versetzt. Bricht das Raster auf und passt zu Fluren und langgestreckten Räumen.

Zufällig / gemischte Farbstellung

Bewusste Mischung von zwei oder mehr Farbstellungen, nach festem Verhältnis oder frei verlegt. Kaschiert Laufstraßen gut und macht den Austausch einzelner Fliesen unsichtbar.

Was in unserem Lieferumfang enthalten ist — und was nicht

In unserem Lieferumfang

Der Bodenbelag selbst im angegebenen Format, in der angegebenen Serie und Farbstellung; der datierte Prüfbericht für Ihr Produkt und Ihre Charge; Verpackung und Exportdokumente.

Vor Ort, außerhalb eines FOB-Preises

Untergrundbegutachtung, Spachtelmasse, Feuchtemessung, eine eventuelle Feuchtigkeitssperre, Klebstoff, Verlegearbeit, Abfallentsorgung sowie Baustellenbedingungen wie Temperatur und Luftfeuchte.

Nach der Verlegung

Lassen Sie den Klebstoff aushärten, bevor der Boden genutzt wird — zuerst Begehen, dann Möblierung, zuletzt rollende Lasten und Nassreinigung. Im Betrieb: täglich saugen und punktuell reinigen, dann periodisch nass wischen, sprühextrahieren oder dampfreinigen. Weil der Träger undurchlässig ist, lösen Wasser und Reinigungsmittel den Schmutz von der Oberfläche, statt ihn in einen Träger hineinzutreiben — genau das macht den Boden wirklich nassreinigungsfähig und nicht nur shampoonierbar. Die vollständige Routine steht in unserem Reinigungs- und Pflegeleitfaden.

Häufige Fragen

Braucht Velours-Bodenbelag eine Unterlage?

Nein. Velours-Bodenbelag besitzt einen eigenen dichten, undurchlässigen Träger und wird mit Klebstoff direkt auf den Untergrund geklebt — das ausgeschriebene Material ist also der fertige Boden, darunter kommt nichts hinzu. Das unterscheidet ihn von Teppichboden als Bahnenware, der üblicherweise über einer separaten Polsterunterlage verlegt wird. Was er braucht, ist ein Untergrund, der eben, trocken und tragfähig ist.

Wann brauche ich trotzdem eine separate Unterlage oder ein Untergrundsystem?

In vier Situationen — und es ist ehrlicher, das klar zu sagen, als zu behaupten, es gäbe keine. Erstens: ein Untergrund, der zu uneben ist, um ihn mit einer Spachtelung auszugleichen. Zweitens: Restfeuchte oberhalb des Werts, den Ihr Klebstoff zulässt; dann wird eine Oberflächen-Feuchtigkeitssperre vorgeschrieben. Drittens: eine Sanierung, bei der ein vorhandener Bodenbelag entkoppelt statt entfernt werden muss. Viertens: wenn das akustische Projektziel über dem liegt, was der Bodenbelag allein beiträgt — unsere geprüften ΔLw 21 dB sind der Beitrag des Bodenbelags, nicht der des gesamten Fußbodenaufbaus. In jedem dieser Fälle ist die Unterlage eine ingenieurtechnische Entscheidung für das jeweilige Projekt, keine Standardschicht.

In welchem Zustand muss der Untergrund sein?

Eben, trocken, tragfähig, sauber und frei von Verunreinigungen wie alten Klebstoffresten, Nachbehandlungsmitteln oder Zementschlämme. Die genauen Toleranzen geben die örtliche Praxis und der Klebstoffhersteller vor, grundsätzlich gilt aber: mit einer geeigneten Spachtelmasse ausgeglichen, nach der in Ihrem Markt üblichen Methode auf Feuchte geprüft und strukturell stabil ohne Bewegung.

Wer ist für die Untergrundvorbereitung verantwortlich — ist sie im Preis enthalten?

Sie gehört zum Leistungsumfang des Verlegers, wird vor Ort ausgeführt und liegt außerhalb eines FOB-Lieferpreises. Wir kalkulieren den Bodenbelag. Spachtelmasse, Feuchtemessung, eine eventuelle Feuchtigkeitssperre, Klebstoff und Arbeitszeit werden von Ihrem Verlegebetrieb anhand des tatsächlichen Gebäudezustands kalkuliert. Wir sagen das vor der Bestellung statt danach, weil es die häufigste Quelle unerwarteter Kosten bei einem importierten Bodenbelag ist.

Welcher Klebstoff wird verwendet?

Ein Haftklebstoff oder ein permanent abbindender Bodenbelagsklebstoff, der für textile Bodenbeläge mit undurchlässigem Träger geeignet ist — ausgewählt gemeinsam mit Ihrem örtlichen Lieferanten, passend zu Untergrund, Feuchtegehalt und Beanspruchung. Wir liefern keinen Klebstoff: Zahnung, Ablüftzeit und Verbrauch hängen sämtlich von den Umgebungsbedingungen im Gebäude ab, deshalb wird er vor Ort spezifiziert und beschafft.

Wie werden die Fliesen verlegt?

Vier gängige Verlegemuster: Vierteldrehung (Schachbrett), monolithisch (alle Fliesen in einer Richtung), Ziegel- bzw. Quaderverband mit Versatz sowie zufällig oder bewusst farbgemischt. Die Vierteldrehung verzeiht leichte Farbtonunterschiede zwischen Produktionschargen am besten; monolithisch ergibt die stärkste Richtungswirkung und verzeiht am wenigsten. Rollen- und Bahnenware werden konventionell verschweißt oder gefugt.

Wie lange dauert es, bis der Boden genutzt werden kann?

Richten Sie sich nach der Aushärtezeit, die der Klebstoffhersteller für das Produkt und die Umgebungsbedingungen angibt. Als Faustregel gilt: zuerst Begehen, dann Möblierung, zuletzt rollende Lasten und Nassreinigung. Reinigen Sie einen frisch verlegten Boden nicht nass, bevor der Klebstoff vollständig ausgehärtet ist.

Wie wird der Boden nach der Verlegung gereinigt?

Täglich saugen und punktuell reinigen; periodisch nass wischen, sprühextrahieren oder dampfreinigen. Weil der Träger undurchlässig ist, lösen Wasser und Reinigungsmittel den Schmutz von der Oberfläche, statt ihn in einen Träger hineinzutreiben — genau das macht den Boden wirklich nassreinigungsfähig und nicht nur shampoonierbar. Die vollständige Routine steht in unserem Reinigungsleitfaden.

Die Hinweise sind allgemein und dienen nur der Orientierung. Untergrundtoleranzen, Methoden der Feuchtemessung und die Klebstoffauswahl richten sich nach den örtlichen Normen und den Vorgaben des Klebstoffherstellers — bitte projektbezogen beides bestätigen. Kontakt: [email protected] · WhatsApp +86 153 5662 8355.